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Burnout

Nach der Definition Burnout ist ein geistiger, körperlicher und seelischer Erschöpfungszustand, ein Zustand von Ausgebrannt-Sein, der sich über ein paar Wochen, bisweilen auch über Jahre hinziehen kann. Kurz: Die Batterie ist leer. Es fehlt die Kraft zum Leben. Nach harter geistiger oder körperlicher Arbeit erschöpft zu sein, ist ein ganz normaler Zustand. Entspannung oder Urlaub schaffen hier Abhilfe. Wer ausgebrannt ist, dem hilft auch ein Urlaub nicht, der kann nicht einfach einen Gang zurückschalten. Der totale psychische und körperliche Erschöpfungszustand, der das Burnout-Syndrom kennzeichnet, verläuft definitionsgemäß meist schleichend in mehreren Phasen. Der Weg zum Burn-out schleicht sich langsam ein. Zunächst hat man den Eindruck, zu wenig Zeit für sich zu haben und immer am Ball bleiben zu müssen. Man lädt sich eine Arbeit und Verpflichtung nach der anderen auf, hat zwar Erfolge, ist aber trotzdem mehr und mehr mit seinem Leben und seiner Arbeitssituation unzufrieden. Man hat das Gefühl, in einem Hamsterrad zu sein, nur noch zu funktionieren und zu wenig für den Einsatz zurück zu bekommen.

Dann kommen chronische Müdigkeit, Stimmungsschwankungen, Ärger, Angstgefühle, Schlafstörungen und Erschöpfungszustände hinzu. Signale des Körpers wie Erkältungen, Allergien, Verdauungs- und Gelenks-probleme, werden nicht ernst genommen. Irgendwann stellt man nach dem Urlaub erstaunt fest, dass die Erholung sehr rasch wieder vergangen war.

Dann gewöhnt man sich an den Dauerzustand der Erschöpfung. Langsam kommt das Gefühl des Ausgeliefert-Seins und das Gefühl, nichts mehr auf die Reihe zu bekommen. Man fühlt sich innerlich leer, stellt die Frage nach dem Sinn der Tätigkeit und ist emotional erschöpft und ausgebrannt.

In der Folge kommt oft der Rückzug von Kollegen und Freunden. Selbstzweifel tauchen auf, sowie körperliche Beschwerden. Hobbys werden aufgegeben und oft kommt Alkohol ins Spiel, um abschalten zu können, oder es werden Aufputschmittel genommen, um geistig und körperlich den beruflichen Anforderungen gewachsen zu sein.

Symptome bei Burnout-Syndrom

  • Kraftlosigkeit; fehlende Energie, ständige Müdigkeit
  • Körperliche Symptome:
    Schmerzen (Spannungskopfschmerz, Nacken-und Schulterverspannungen, Magen-Darmbeschwerden und diffusen Herz- oder Brustbeschwerden, Infektanfälligkeit
  • Psychische Beschwerden , wie z.B. niedergeschlagene Stimmung, Ängste (u.a. vor der Zukunft, krankheitsbezogene Ängste), bis hin zu Selbstmordgedanken.
  • Oft Wechsel zwischen Phasen starker Belastung bzw. Versuche zur Änderung der Situation (z.B. Aufnahme von Sportübungen, neue Therapien) und Phasen der totalen Erschöpfung und Resignation.

Unterstützung und Therapie bei Burnout:
Burnout ist eine Stress-Erkrankung.
Unser Gehirn reagiert darauf so, dass es, wie in Stress-Situationen notwendig, eine sofortige Ausschüttung von Hormonen anordnet, die dazu dienen, die nötigen geistigen und körperlichen Leistungen zu erbringen.
Die bekanntesten sind:

  • Adrenalin (und Noradrenalin) macht Körper und Geist super fit für die höchsten Leistungen (“Kampf oder Flucht”): höchste Konzentration, schneller Puls, Muskeldurchblutung, breite Atmung.
  • Kortison sichert den Nachschub von Energie und blockiert die Entzündungsprozesse.
  • Serotonin unterstützt die Stimmung.
  • Endorphin betäubt Ängste und Schmerzen.
  • Cortisol, hilft beim Runterregeln von Adrenalin und Noradrenalin.

Bei Dauerstress ist Cortisol permanent erhöht, das Gehirn passt sich dem Stress an. Stressreaktionen sind keine pathologischen Symptome. Sie sind normal. Doch wenn der Stresszustand weiter besteht, können solche Reaktionen Probleme verursachen.
So kann z.B. langzeitig das Kortison das Immunsystem gefährlich schwächen. Die Endorphine können eine chronische Apathie oder Gleichgültigkeit verursachen. Wenn diese Stressphase über einen sehr langen Zeitraum anhält, ändern sich Funktionen im Gehirn. Es bildet sich ein neuronales Stressnetzwerk. Genau wie auch bei einer Traumatisierung passt sich das Gehirn den Umgebungsbedingungen an und arbeitet auf „Daueralarm“.

In der therapeutischen Arbeit mit Burnout-Patienten geht es also um 2 Bereiche:

1. Erarbeitung einer „Neujustierung“ im Leben. Die wichtigsten Bereiche im Leben müssen wieder in Balance kommen: Körper – Arbeit – Beziehung – Freizeit – Muße

2. Erhaltung oder Neuentfachung des „Inneren Feuers“: Unterstützung bei den inneren Vitalisierungsprozessen. Hierzu gehört, dass die Patienten wieder ein Gefühl von innerer Sicherheit bekommen und Zuversicht, wieder als Mensch wachsen zu können. Und hierzu gehört die Vorstellung, dass sich Ziele und Herausforderungen wieder mit den zur Verfügung stehenden Mitteln erreichen lassen. In der Therapie wird neben therapeutischen Gesprächen zentral mit EMDR gearbeitet.